Freitag, 17.12.2021 20:00 Uhr - Hegel-Saal

Konstantin Wecker

„Utopia. Eine Konzertreise“, so heißt die neue Bühnenproduktion von und mit Konstantin Wecker, bei der Wecker sein
Publikum auf eine sehr persönliche Suche nach Utopia mitnehmen wird, eine sehnsuchtsvolle Reise in eine herrschaftsfreie Welt.
Zu hören sind neu komponierte Lieder (Alles Allen, Utopia) kombiniert mit (fast) vergessenen, aber noch immer gültigen Titeln
(Revoluzzer, Und das soll dann alles gewesen sein), beliebten Wecker-Klassikern, sowie eigenen Texten, Gedichten und Gedanken
im Dialog mit solchen von geschätzten Weggefährt*innen, Künstler*innen, Autor*innen, Philosoph*innen und politischen
Aktivist*innen.

„Nein ich hör nicht auf zu träumen von der herrschaftsfreien Welt“ singt Wecker in seinem Lied Den Parolen keine Chance. Sein
neues Programm führt diesen Gedanken nun konsequent weiter. Utopia ist eine musikalische Laudatio und ein leidenschaftliches
künstlerisches Plädoyer dafür, das angeblich „nicht Realisierbare“ endlich möglich werden zu lassen bevor die Realisten unsere
Welt endgültig zerstört haben.

Ein Blick in deutsche Wörterbücher verrät viel über Macht und Herrschaft. Dort wird das Wort Utopie als eine „nicht realisierbare
Idee“ bzw. als „Hirngespinst“ und das Adjektiv utopisch als „nach dem Unmöglichen strebend“ bezeichnet. Aber wer sagt
eigentlich, dass eine Utopie „nicht realisierbar“ oder „unwirklich" sein sollte. Und wer hat definiert, dass ein in vielen Momenten
schon gelebtes Utopia unmöglich ist?

Es gibt keinen besseren Moment für Utopien als den gegenwärtigen: "Jeder Augenblick ist ewig“ singt Konstantin Wecker in
seinem Lied SoScheeSchoA und sagt zu seinem Utopia-Projekt: „Wir müssen heute das Utopische gemeinsam suchen, denken,
fordern, es leben und dafür handeln! Was wäre die Alternative angesichts der möglichen Vernichtung des gesamten Planeten?“

Auf diesem Weg braucht es gemeinsame Entdeckungen und Erlebnisse, die Mut machen, die eigene Angst und Ohnmacht zu
überwinden: „Die Vertreter des Machbaren, Notwendigen, des angeblich Realistischen und einzig Realisierbaren hatten lange
genug Zeit. Sie können nur zerstören. Ihre Show – oder besser gesagt, ihr Business – darf nicht weiter gehen“, sagt Konstantin
Wecker. „Es reicht!“ Für ihn ist es höchste Zeit für eine umfassende Laudatio, für eine Ode auf all jene Utopist*innen, die seit
Jahrhunderten denunziert und verfolgt werden, und die meistens ganz richtig liegen mit ihrer Kritik und ihren Visionen.

Utopia wird eine sehr persönliche und politische Zeitreise in Vergangenheit und Zukunft, um all die eigenen, fremden und
kollektiven Sehnsüchte, Rebellionen, Ideen und gelebten Momente zu entdecken, in denen eine herrschaftsfreie Weltgesellschaft
heute längst entsteht und lebendig wird.

copyright: Thomas Karsten

Kategorie:
Klassik/Kultur
Veranstalter:
Meistersinger Konzerte & Promotion GmbH
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