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Eine Liebeserklärung.

Wenn man einen Ort sucht, an dem das Herz von Stuttgart schlägt, dann ist das die Liederhalle.

Im Jahre 1864 als Übungs- und Auftrittsort des Stuttgarter Liederkranzes errichtet, wurde die "Alte Liederhalle" 1910 erweitert und umgebaut.

In der Nacht zum 8. Oktober 1943 zerstörten Brandbomben bei einem schweren Luftangriff auf Stuttgart die Liederhalle. Neben dem Gebäude waren auch wertvolle Notensätze und Musikinstrumente unwiederbringlich verloren.

Im Jahre 1956 wurde die "Neue Liederhalle" am selben Ort aufgebaut und hat sich seither zum Zentrum des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in der Stadt entwickelt.

Was diese Räume so einmalig macht, ist nicht nur die außergewöhnliche Architektur und ihre wunderbare Akustik. Es sind auch die Menschen, die die Hallen und Säle mit Musik erfüllt und zum Leben erweckt haben: Weltstars aus Klassik, Jazz und Pop ebenso wie die Stuttgarter Musikszene, Forscher, Wirtschaftsexperten und Wissenschaftler oder die sogenannte High Society, die ebenso wie viele Menschen aus Stuttgart und seiner Region hier oft rauschende, manchmal sogar berauschende Feste gefeiert hat — und es immer wieder tun wird.

Die Liederhalle gilt heute als einer der wichtigsten deutschen Kulturbauten der Nachkriegszeit, als einer, der dem Ideal des Gesamtkunstwerks nahe kommt wie nur wenige. In diesem Konzerthaus haben sich auf eine ganz eigene Weise Elemente der expressionistischen und der organischen Architektur miteinander verbunden. Architektur und Bildende Kunst sind hier zu einer Einheit verschmolzen, in der die eine Disziplin nicht mehr unabhängig von der jeweils anderen gedacht werden kann.

Erbauer dieses architektonischen Kunstwerks im Jahre 1956 waren Rolf Gutbrod und Adolf Abel. Wolfgang Henning erweiterte es 1991 mit einem Kongressanbau zum heutigen Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle. Es hat sich inzwischen vom reinen Konzerthaus zum international anerkannten Kongresszentrum entwickelt. Ein großer Teil des Gebäudekomplexes steht heute unter Denkmalschutz.

Weitere Informationen zur Entstehungsgeschichte sowie zur einzigartigen Architektur der Liederhalle finden Sie auch in dem Sammelband des Stadtwandel Verlages "Die Neuen Architekturführer" Nr. 108, erhältlich in vielen deutschen Buchhandlungen oder unter:

www.stadtwandel.de

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